Eigentlich wollte ich gestern Abend eine Reis-Hackfleischpfanne machen, doch da mein Schatz fix und fertig war, weder Hunger noch Appetit hatte sondern Zuwendung und Umsorgung brauchte (ich hab sie angesteckt - aber sie weigert sich, meine medizinisch hochwertige Knoblauchsauce Hiroshima zu probieren, da sie sonst olfaktorische Probleme mit den Kunden und Kolleginnen in der Apotheke bekommt
und krankmachen und zu Hause bleiben will sie jetzt im Praktikum auch nicht), wurden sowohl der Plan als auch das Hackfleisch gestern erst mal auf Eis gelegt. Hoffe mal, daß es ihr heute besser geht. Hab so richtig Bock zum Kochen.
Nach einigem Überlegen habe ich mich dann gestern für ein Ego-Essen entschieden, das einfacher und schneller fast nicht mehr hätte sein können - und dennoch war es so dermassen lecker, daß ich mich an mein früheres Posting "Einfache Dinge sind doch oft immer noch die besten" erinnert fühle: Spiegelei auf gebratenem Brot...
Spiegelei an sich ist ja wirklich banalst simpel. Und am Schluß mit etwas Pfeffer und Salz gewürzt sowie mit frischem (oder eingefrorenem) Schnittlauch und Petersilie überstreut an sich eigentlich schon eine Leckerität. Aber wenn man vorher pro Spiegelei eine entsprechend große Scheibe Brot in der Pfanne mit Butter und Kräutern und gemahlenem Knoblauch und Kümmel anröstet, es mit einer Scheibe Käse belegt, in der Mikrowelle kurz erhitzt, damit der Käse schmilzt - und darauf dann das Ei bettet - ein Gedicht!
Wieder mal: wozu braucht der Mensch Fertigessen? Das Ganze war mit allem drum und dran in 10 Minuten fertig, also sogar schneller als eine Tiefkühlpizza und nur ein klein wenig langsamer als eine Tütensuppe. Und sowohl vom Geschmack als auch vom Nährgehalt her hat es bestimmt sowohl Tütensuppe als auch Pizza deutlich geschlagen.
Es leben die einfachen Gerichte!
da hast du recht!
schon mal "arme ritter" mit rosinenbrot probiert?