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Markus aka Lukuhlus
  • « Nächtliche Leere | Mühsam nährt sich das Eichhörnchen... »

    The evening after...

    So. Jetzt hab ich den Schlamassel, den ich mir selber eingebrockt habe. Das Finanzamt ist zurecht stinksauer auf mich. Und fährt alle Geschütze auf, die es hat. Offenbarungseid abgenommen. Eintrag ins öffentliche Schuldenregister. Verdacht auf Steuerhinterziehung. 6 Monate Zeit, um die voraussichtlich etwa 13.000€ Schulden zu bezahlen. Falls das nicht in Aussicht gestellt wird, Einleitung des privaten Insolvenzverfahrens...

    Hoppala... Was ist hier passiert? Bin ich schon noch bei LukUHLus, dem zynischen Genießer??? Ja. Leider. Die letzten Tage und Wochen hat sich mein Leben recht dramatisch zugespitzt. Ich stehe an einem wichtigen Wendepunkt, der wohl darüber entscheidet, ob ich in ein paar Jahren schuldenfrei bin und das Leben genießen kann - oder ob ich unter der Korbiniansbrücke hause. Ein Wendepunkt, den ich noch dazu selbst durch meinen Knacks in der Birne herbeigeführt habe. Also nix rumjammern, sondern die Konsequenzen tragen und versuchen, das Schlimmste noch abzuwenden. Und endlich mal daraus für die Zukunft zu lernen. Damit ich nie wieder in eine ähnliche Situation komme.

    Naja, eine einzige Chance habe ich noch, das Blatt einigermassen zum Guten zu wenden. Ein paar Konsequenzen sind zwar inzwischen nicht mehr zu ändern, aber zumindest das mit der Privatinsolvenz und der Steuerhinterziehung kann ich noch ausbügeln. Wenn ich es schaffe, innerhalb von zwei Wochen einen Weg zu finden, in 6 Monaten 13.000€ abzubezahlen. Zusätzlich zu meinen sonstigen ca. 15.000€ Miesen, die ich jetzt schon parallel abstottere. Was für "normale" Menschen kein wirkliches Problem ist, denn die holen sich einen Entschuldungskredit bei einer Bank und donnern den dann mit 500 oder 600€ im Monat runter. Aber mit meinem Schufa-Eintrag, der durch eine saublöde Dummheit von mir vor zweieinhalb Jahren wegen eines gekündigten Kredits entstand, ist das beliebig schwierig. Denn auch wenn ich mich inzwischen schuldentechnisch gut verhalten und sie in den letzten Jahren deutlich abgebaut habe - dieser blöde Eintrag bleibt, bis der Kredit bei dieser blöden Münchener Bank abbezahlt ist, weil sie mich damals auf meinen Fehler hin ein bisschen abgelinkt haben und der Eintrag jetzt halt nun mal so lange stehenbleibt.

    Also lieber Leser: Spenden und Kreditangebote sind jederzeit herzlich willkommen...! ;) Ich biete dafür lebenslange Dankbarkeit, einen fairen Zinssatz und garantiert unterbrechungsfreie Rückzahlung! Seht es als Investition - warum statt in ein riskantes Aktienpaket denn nicht mal in einen Menschen investieren, der gestrauchelt ist und Hilfe braucht, um wieder auf die Beine zu kommen? Diese Zinsen sind im Gegensatz zu einer Aktie garantiert!

6 Kommentare zu "The evening after..."

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  • Spenden?
    Klasse Eintrag!
    Sollte ich selbst mal probieren, meine Kredite bei der Bank sind um einiges höher!
    Aber ein Spendenkonto ist eine prima Idee!

    • Ja, warum eigentlich nicht? Warum gründen wir keine Initiative "Pro-Human-Kapital" oder so? Es gibt so viele Menschen in Deutschland, die immer weiter abrutschen, weil der psychische Druck, wenn man einmal in den Sog der Verschuldung kommt, so groß ist, daß nur wenige ihn aushalten, überwinden und sich aus eigener Kraft wieder rausziehen können - nur deswegen, weil ab dem ersten negativen Schufa-Eintrag alles aus ist, was Entschuldungskredite angeht. Ich habs mir durchgerechnet und ich könnte meine rund 30.000 Miesen, zu einem sauberen Kredit zusammengefasst wunderbar in 5 Jahren abbezahlen, also deutlich kürzer als diese berühmte "Wohlverhaltensperiode" einer Privatinsolvenz. Was mir aber verwehrt wird, weil ich bei keiner Bank einen solchen Kredit bekomme. Nur weil ich vor zweieinhalb Jahren mal echt was grob mit der Rückzahlung eines laufenden Kredits verschludert habe, da in der Zeit die Trennung von meiner Frau stattfand und ich daher irgendwie andere Sachen im Kopf hatte. Und solche Fälle gibt es sicher viele hierzulande. Menschen, die im Prinzip kein wirklich aussichtsloses finanizelles Problem haben und daher eigentlich keine Fälle für eine Privatinsolvenz und Restschulderlass und so weiter sind, die aber wie ich langsam aber sicher in ein solches Problem hineinwachsen, einfach weil dieser Druck im Kopf und die Aussichtslosigkeit, die so ein Schufa-Eintrag vermittelt, jegliche Initiative lähmt, so daß man mehr und mehr verschludert und eins zum anderen kommt. Es gibt so viele Menschen in Deutschland, die mehr als genug auf der hohen Kante hätten, um solchen Leuten eine Chance zu geben. Dank eines fairen Zinssatzes würden die ja sogar auch dran verdienen. Aber irgendwie macht es noch keiner...

  • Zu Hülf!
    Deutschland ist, das wird kaum einer bestreiten, ein geradezu inbrünstig bürokratisches Land. Hierfür will eine Genehmigung eingeholt, dafür ein bestimmter Schein vorgelegt werden.

    So habe ich beispielsweise einen Freund, der sich...

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